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Woran denkst du, wenn du an nachhaltiges Waschen denkst? vermutlich an den Energie- und Wasserverbrauch deiner Waschmaschine? Beide Punkte spielen selbstverständlich eine Rolle, aber das Thema ist noch etwas vielseitiger.
Schone deine Kleidung
Die Lebensdauer deiner Kleidung hängt ebenfalls stark mit deiner Waschroutine zusammen. Wäscht du deine Kleidung zu oft oder falsch, leidet das Material darunter und wird unansehnlich oder geht kaputt.
Umweltbelastung durch Waschmittel und Weichspüler
Tenside müssen in der EU mittlerweile biologisch abbaubar sein, für Duftstoffe hingegen fehlt eine solche Regelung. Die Wahl des Waschmittels kann einen großen Unterschied machen. Wenn möglich würde ich auf die Verwendung von Weichspüler komplett verzichten.
Synthetische Kleidung verliert Mikroplastik
Wenn du Kleidung aus Kunstfasern wäscht, gibt diese bei jedem Waschgang Mikroplastik ins Wasser ab. Die Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen.
Energieverbrauch
Die meiste Energie benötigt deine Waschmaschine um das Wasser zu erhitzen. Der Verbrauch bei hohen Temperaturen, die nicht immer nötig sind, ist daher deutlich größer.
Nun kennen wir die Probleme, aber was können wir dagegen tun?
Wasche deine Kleidung aus einem erkenntlichen Grund
Abgesehen von Unterwäsche gibt es aus hygienischen Gesichtspunkten keinen Grund, warum du ein Kleidungsstück nicht häufiger anziehen kannst, bevor es wieder gewaschen werden muss (Ausnahmen können Erkrankungen sein). Ein erkenntlicher Grund ein Kleidungsstück zu waschen sind daher entweder ein unangenehmer Geruch oder Flecken. Ansonsten spricht nichts dagegen, die Kleidung weiterhin zu tragen.
Achte auf die Wahl deines Waschmittels
Generell sind Bio-Waschmittel eine gute Wahl, da diese aus biobasierten Rohstoffen bestehen. ACHTUNG: Nicht jeder Inhaltsstoff, ob Biobasiert oder nicht, ist gut oder unproblematisch für Gewässer. Achte daher auf eine gute biologische Abbaufähigkeit der Inhaltsstoffe, besonders in Bezug auf die Duftstoffe. Setze auf Waschmittel in Pulverform. Diese enthalten keine Konservierungsstoffe und weniger Tenside. Auch die Verpackungen können deutlich nachhaltiger sein.
Weichspüler sind besonders belastend für die Umwelt und spielen keine Rolle für die Reinigungsleistung. Wenn du darauf verzichten kannst, würde ich auf jeden Fall dazu raten.
Verzichte bitte auch auf Wäscheparfum. Deine Wäsche muss nicht penetrant nach irgendetwas riechen, was sich im schlimmsten Fall dann auch noch mit deinem eigenen Geruch beißt. Die Umwelt und deine Mitmenschen werden es dir danken.
Verzichte wo immer es möglich ist auf Kunstfasern
Egal ob du dir einen Stoff kaufst um dir deine Kleidung selbst zu nähen, oder fertige Kleidung kaufst. Natürliche Fasern sind oft die bessere Wahl. Für die Teile aus Kunstfasern gibt es aber auch Waschbeutel die das Mikroplastik abfangen, sodass du es später im Restmüll entsorgen kannst. So landet es immerhin nicht im Wasser.
60 °c Wäsche ist nur selten nötig - 30°c reichen meistens aus
Unterwäsche, Bettwäsche und Handtücher sind in der Regel die einzigen Textilien, die du bei 60°c waschen solltest. Für deine ganz normale Kleidung reichen 30°c vollkommen aus. Achte beim Waschmittel auf den Hinweis, dass es sich auch für niedrige Temperaturen eignet, dann musst du keinerlei Abstriche bei der Reinigungsleistung machen. Damit sich in der Waschmaschine keine Keime und entsprechend unangenehme Gerüche festsetzen, solltest du hin und wieder mal bei 60°c waschen. Das ergibt sich dann ja aber ohnehin, wenn du Bettwäsche, Handtücher und Unterwäsche wäscht.
Ich hoffe du hast den Artikel als hilfreich empfunden und weißt nun, was du gegebenenfalls noch optimieren kannst.